3 Dinge, die du über Vermouth wissen solltest

3 Dinge, die du über Vermouth wissen solltest. 

 

Für viele ist Vermouth eine mysteriös anmutende Zutat, die in einer Menge Cocktailklassiker wie dem Martini, dem Manhattan oder derm Negroni vorkommt. Aber was genau ist eigentlich Vermouth? Entgegen dem, was viele geneigte Cocktailtrinker vielleicht vermuten, ist Vermouth keine Spirituose, sondern ein Wein. Ein verstärkter Wein, um genau zu sein, und das heißt, dass dem Wein Alkohol zugesetzt wurde. In den meisten Fällen wird dafür ein Brandy aus Trauben verwendet. Während Sherry und Portwein auch zu den verstärkten Weinen zählen, wird der Vermouth zusätzlich mit verschiedenen Kräutern, darunter natürlich das Wermutkraut, Gewürzen und Wurzeln, angesetzt. So bekommt er einerseits ein anderes Geschmacksprofil, als auch eine andere Farbe.

Botanicals

1) Wer hat’s erfunden?

Die Praxis, dem Wein Botanicals zuzusetzen nahm ihren Ursprung schon im alten Griechenland und blieb bis heute populär.

Der moderne Vermouth, wie wir ihn heute kennen, hat seinen Ursprung bei den Savoyen in Turin, im Herzen des Piemont. Oft wird Antonio Benedetto Carpano als Erfinder des Vermouth genannt, jedoch war er der Erste der dieses Produkt mit viel Erfolg kommerzialisiert hat.


2) Was für Vermouth-Arten gibt es?



Nichts ist in Stein gemeißelt, schon gar nicht in der Welt des Flüssigen, aber grundsätzlich lässt sich der aromatisierte Wein seit rund 200 Jahren in drei Kategorien teilen: Süßer (roter) Vermouth, trockener (weißer) Vermouth und süßer (weißer) Vermouth. Dieses Dreiergespann wird sowohl von den großen als auch neuen Marken immer wieder aufgelöst mit Varianten wie dem Vermouth Rosato oder dem Vermouth d’Oro. Je nach Stil kommt der Vermouth in verschiedenen Cocktails zum Einsatz, den allein schon die Auswahl der Botanicals machen jeden Vermouth zu einer sehr individuellen Angelegenheit.

Die Annahme, dass der weiße oder trockene Vermouth seinen Ursprung in Frankreich und der süße, rote Vermouth seine Wurzeln in Italien hat, ist weit verbreitet. Viele alte Cocktailbücher unterscheiden jedoch zwischen französischem und italienischen Vermouth, nicht aber zwischen süß und trocken. Das hat viel mit der Kommerzialisierung und den großen Marken der damaligen Zeit zu tun.

3) Wie lagere ich den Vermouth?

Einmal geöffnet muss der Vermouth in den Kühlschrank – er ist immernoch ein Wein! Dort ist er für rund drei Monate haltbar, daher empfiehlt sich ein entschlossenes Vorgehen. Eine Empfehlung an dieser Stelle. Marken wie unsere LIQUID MARKET-Partner vom Freimeister Kollektiv haben kleinere Vermouth-Flaschen im Sortiment, die sich für die Haubar unter Umständen besser machen als eine 0,75-Liter Flasche.

Die Historie des Vermouth ist so lang wie faszinierend. Diesen Monat werden wir uns unter anderem diesem spannenden Aperitivo widmen, mehr ins Detail gehen und in die Geschichte eintauchen. Für heute reicht es ersteinmal sich zu merken, dass roter, süßer Vermouth ideal für den Manhatten und Negroni ist, während Gin sich bestens mit dem weißen, trockenen Vermouth im Martini macht.





Cheers!

Martini