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Alkoholfrei an die Spitze: André Stork von Undone im Gespräch

This is not Gin: André Stork von Undone im Gespräch

LIQUID MARKET: Undone wurde im Herbst 2019 nach New York in Deutschland lanciert. Wie haben sich die ersten knapp 1,5 Jahre auf dem Markt gestaltet, was ist passiert, wie geht es Undone?

André Stork: „If you can make it there, you make it anywhere.” In unserer Vorstellung war immer klar, dass wir Undone in New York launchen. Also meldeten wir uns zum Brooklyn Bar Convent 2019 an. Und zwar lange, bevor die erste Flasche produziert war. In dem Wissen, dass es sehr eng werden würde. Denn an der Rezeptur feilten wir schon über ein Jahr. Und so nahmen wir die frische Ware direkt im Flieger mit, brachten sie zur Messe und präsentierten sie stolz der Welt.

Nach einem Pop-Up in Hamburg und dem Deutschland-Launch auf dem Bar Convent Berlin haben wir in rund einem Jahr 60.000 Flaschen allein in Deutschland verkauft, sind zum Start-Up des Jahres gewählt worden, waren im TV und lebten unseren ersten Dry January.

Auftakt in Österreich war der LIOQUID MARKET. Seitdem entwickelt sich Undone sehr gut. Seit Dezember in über zehn weiteren Ländern vertreten. Nach Mexico und Canada sind wir bald auch außerhalb weniger Bars in den Staaten vertreten. Dann schließt sich Kreis. In New York.

LQM: Wie kamst du, André, auf die Idee zu Undone? Was hat Dich bewogen auf das Thema „alkoholfreie Spirituose“ zu setzen und wie siehst Du die Entwicklung auf dem Markt in den nächsten Jahren? Wird das Thema „alkoholfrei“ noch größer werden, oder ist bald ein Peak erreicht?

André Stork: Ich liebe Drinks. Und das Gründer-Team ebenso. Und ich liebe Marken. Vor allem, wenn man sie trinken kann. Nach 14 Jahren in der Spirituosenbranche fiel es mir allerdings zunehmend schwerer, alkoholische Produkte über günstigen Preis, gutes Marketing und nette Aromen zu erfolgreichen Marken zu machen.

Dieser Markt hat mit liebevoll hergestellten Destillaten und Spirituosenkultur nichts zu tun. Studien zeigen klar auf, dass es vielen Menschen bei einem guten Drink nicht um das reine Alkoholtrinken geht, sondern um Genuss und das Gegenteil von Social Distance. Und dass es immer Anlässe und gute Gründe gibt, keinen Alkohol zu trinken. Aber Tonic ohne Gin? Saftmix statt Negroni? Good-bye Barkultur und gutes Gastgeben!
Der Trend sich gesünder, bewusster und genussorientierter zu ernähren, ist seit Jahren exponentiell steigend. Stumpfes Besaufen ist bei Millenials weniger angesagt. Und hinterlässt auch unangenehme Spuren im digitalen Lebenslauf. Alkoholfreie Alternativen werden in den kommenden Jahren in keiner Bar, bei keinem Empfang und keiner Feier zu Hause fehlen dürfen. Undone ist ein logisches Angebot, dass bisher einfach fehlte. Und Undone vermittelt nicht nur Freiheit. Dass 6% aller Tode weltweit auf Alkoholkonsum zurückzuführen sind, ist ein sehr ernstes Thema. Das auch immense gesellschaftlichen Kosten verursacht. Undone wird einen Beitrag leisten, diese Zahl nach unten zu bringen.

LQM: Direkt zurück zum Begriff „alkoholfreie Spirituose“: oft heißt es, dieser Ausdruck sei ein Widerspruch an sich. Kannst Du ein wenig Licht in das Begriffs-Dunkel bringen?

André Stork: Dass es eine Alternative zu herkömmlich produzierten Lebensmitteln gibt, ist für Konsumenten heute das neue Normal. Von Beyond Meat bis zu Oatly. Konsumenten verstehen sofort, dass es sich um Alternativen zu Produkten tierischen Ursprungs, stark zuckerhaltigen Produkten oder anderen ebenso wenig gesunden oder nachhaltigen Lebensmitteln handelt. Undone ist nach gesetzlicher Definition keine Spirituose, denn diese muss neben dem Spirit auch Alkohol enthalten. Destillation hat ihren Ursprung in der Alchemie. Dort ging es nicht um die Suche nach reinem Alkohol, sondern um die Essenz, dem Spirit. Der Anspruch an ein neues Produkt war also klar. Die Basis musste ein alkoholisches Destillat oder Aperitif sein: Die Essenz, ohne Alkohol. Für die Entalkoholisierung verwenden wir ein Extraktionsverfahren, auf das wir ein exklusives Patent haben. Der Essenz

LQM: Nach „Not Rum/Gin/Vermouths/Orange Bitter“: was kommt als nächstes in das Sortiment?

André Stork: Unser Ziel ist es, möglichst viele alkoholische Drinks alkoholfrei zu machen. Wir werden daher unsere Range fortwährend erweitern. In Schottland, Kentucky, Mexico und Japan werden hervorragende Destillate hergestellt, die wir undone machen können. Wir werden auch die ein oder andere Limited Edition ausprobieren, mit denen wir ganz neue überraschende Wege gehen werden.

LQM: Und zu guter Letzt: welchen alkoholfreien Drink muss man unbedingt probieren, um sich überzeugen zu lassen, dass ein alkoholfreier Cocktail mit den alkoholhaltigen Klassikern mithalten kann?

André Stork: Hier halte ich mich kurz. Mein Lieblings-Drink mit Undone ist der Negroni. Entweder komplett „undone“ mit No. 2 London Dry Juniper Style (Not Gin), No. 7 Italian Bitter Aperitif (Not Orange Bitter) und No. 9 Italian Aperitif Rosso (Not Red Vermouth) oder auch als Low-Alcohol Variante mit Deinem Lieblings-Gin als Basis.

LQM: Vielen Dank für das Gespräch, André. Cheers!

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